Bouldersong: Wenn aus Chalk, Muskelkater und Boulder-Buddies ein Partysong wird
EIN SONG FEIERT DIE BOULDER-COMMUNITY
Bouldersong: Wenn aus Chalk, Muskelkater und Boulder-Buddies ein Partysong wird
Zwei Musiker lernen sich beim Bouldern kennen – und machen daraus einen Song. Raphael Perle und Raphael Heinrich feiern mit ihrem „Bouldersong“ die Kletterhallen-Community. Am 13. Oktober folgt das Musikvideo aus Imst.
Normalerweise geht es in der Boulderhalle um Griffe, Bewegungsabläufe, den nächsten Versuch – und gelegentlich um die Frage, ob der gut gemeinte Beta-Tipp vom Mattenrand wirklich weiterhilft. Bei Raphael Perle und Raphael Heinrich kam irgendwann noch etwas anderes dazu: Musik.
Kennengelernt haben sich die beiden tatsächlich beim Bouldern. Zwischen Topgriffen und Absprungmatten wurde irgendwann nicht mehr nur geklettert, sondern auch gemeinsam musiziert. Das Ergebnis dieser Verbindung ist der „Bouldersong“, den die beiden Musiker am 9. Oktober 2026 veröffentlicht haben.
Ein Partysong für die Boulderhalle
Wer beim Titel eine ernsthafte Hymne auf den Klettersport erwartet, liegt ziemlich daneben. Der „Bouldersong“ nimmt sich und die Boulderwelt angenehm wenig ernst. Musikalisch ist das Stück überraschend eingängig: melodisch, treibend und ganz klar als motivierender Partysong angelegt. Party-Pop trifft auf 2000er-Energie – und dazu kommt ein sprachlicher Wechsel, der dem Song viel von seinem eigenen Charakter gibt. Raphael Heinrich singt eher auf Hochdeutsch, Raphael Perle kontert im Tiroler Dialekt.
Gerade dieser Wechsel macht Spaß. Der Song wirkt dadurch weniger glatt und bekommt genau jene leicht schräge, selbstironische Note, die gut zur österreichisch-tirolerischen Kletterszene passt.
Inhaltlich bedienen sich die beiden ziemlich ungeniert im Alltag der Bouldercommunity: Chalk, Boulder-Buddies, Schwierigkeitsgrade, Beta-Tipps, der Kampf um den Topgriff, rutschende Hände, brennende Unterarme und Muskelkater. Selbst das Bier nach der Session bekommt seinen Platz.
Der Refrain bringt die selbstironische Übertreibung ziemlich gut auf den Punkt: „Ich boulder, bis ich mich nicht mehr halten kann.“ Danach wird weitergekämpft, weitergerutscht und mit ausdauerndem „Allez“ angefeuert. Genau darin liegt der Charme des Songs: Er nimmt die kleinen Obsessionen der Szene genauso auf die Schippe, wie er sie gleichzeitig feiert.
Stirnbänder, Trainingsanzüge und Party zwischen den Wänden
Auch das Musikvideo setzt diese Idee konsequent fort. Gedreht wurde in der Steinblock Boulderhalle in Imst. Statt alpiner Bergsteigerromantik gibt es bewusst überzeichnete Retro-Optik: bunte Trainingsanzüge, Stirnbänder, Tape an den Fingern, Party, Live-Musik und natürlich jede Menge Boulder-Action.
Das Video nimmt weder sich selbst noch den Sport besonders ernst – und gerade deshalb funktioniert es. Die Bilder wirken wie eine Mischung aus Fitnessvideo vergangener Jahrzehnte, Boulderhallen-Party und Musikclip.
Hinter der Kamera stand Jakob Strassl, unterstützt von Jonathan Schmid und Simon Baumgartner. Die Veröffentlichung des Videos ist für den 13. Oktober 2026 angekündigt.
Zwei Musiker, die sich beim Bouldern gefunden haben
Raphael Heinrich ist deutscher Indie-Pop-Singer-Songwriter, lebt in Tirol und gehört zum Umfeld des Tiroler Labels Northchain Records. In seinen eigenen Songs beschäftigt er sich normalerweise mit Themen wie Verlust, Hoffnung, Glaube und Selbstreflexion. 2026 stand er unter anderem beim Bogenfest in Innsbruck vor rund 1.000 Menschen auf der Bühne.
Raphael Perle steht für modernen Mundart-Pop aus Tirol. Er arbeitet als Sänger, Songwriter und Produzent und verbindet in seinen eigenen Stücken Unterhaltung mit persönlichen, gesellschaftlichen und naturbezogenen Themen. 2018 unterschrieb er einen Plattenvertrag bei Sony Music Austria. Gemeinsam mit Heinrich gründete er später das Independent-Label Northchain Records.
Dass die beiden ausgerechnet beim Bouldern zusammengefunden haben, ist damit mehr als eine nette Hintergrundgeschichte. Sport und Musik sind tatsächlich der gemeinsame Ausgangspunkt dieses Projekts.
Nach dem Song kommt die „Kraxl Tour“
Beim einzelnen Song soll es nicht bleiben. Für 2027 planen Raphael Perle und Raphael Heinrich die gemeinsame „Kraxl Tour“ durch Kletterhallen in Deutschland und Italien. Dort wollen sie Doppelkonzerte spielen und ihre Musik genau dorthin bringen, wo ihre gemeinsame Geschichte begonnen hat: in die Kletter- und Bouldercommunity.
Vielleicht steckt darin sogar die spannende Geschichte hinter dem „Bouldersong“: Boulderhallen sind längst mehr als reine Trainingsorte. Sie sind Treffpunkte, Szeneorte, soziale Räume – und manchmal offenbar auch der Anfang einer musikalischen Zusammenarbeit. Und am Ende des Songs wird ohnehin klar, wo bei den beiden die Prioritäten liegen: Genug Musik gemacht – jetzt wird gebouldert.
Zahlen, Daten, Fakten
Der „Bouldersong“ ist seit 9. Oktober 2026 veröffentlicht und unter anderem bei Apple Music verfügbar.
Das offizielle Musikvideo aus der Steinblock Boulderhalle in Imst ist ab 13. Oktober verfügbar. Zum Musikvideo: ab 13. Oktober verfügbar
ZWEI MUSIKER, DIE SICH BEIM BOULDERN GEFUNDEN HABEN
Raphael Heinrich
Raphael Heinrich ist deutscher Indie-Pop-Singer-Songwriter, lebt in Tirol und gehört zum Umfeld von Northchain Records. In seinen eigenen Songs beschäftigt er sich mit persönlichen Themen wie Hoffnung, Verlust, Glaube und Selbstreflexion. 2026 spielte er unter anderem beim Bogenfest in Innsbruck vor rund 1.000 Menschen.
Raphael Perle
Raphael Perle steht für modernen Mundart-Pop aus Tirol und arbeitet als Sänger, Songwriter und Produzent. 2018 unterschrieb er einen Plattenvertrag bei Sony Music Austria; später gründete er gemeinsam mit Heinrich das Independent-Label Northchain Records.
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ABBILDUNGEN
Beitragsbild © Jakob Strassl, restliche Abbildungen siehe Bildunterzeilen
Quellen: Presseinformation Raphael Perle & Raphael Heinrich / Northchain Records; Song und Musikvideo
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