Berghotel Mummelsee: Hoteltipp zwischen Schwarzwaldsagen, Hornisgrinde und Westweg

Hoteltipp im Nordschwarzwald

Berghotel Mummelsee: Zwischen Sage, See und Schwarzwaldhöhe

Das Berghotel Mummelsee: Ein Hoteltipp für Westwegwandernde, Genussmenschen und alle, die den Schwarzwald mit allen Sinnen erleben möchten.


Von Jean Secré
16.01.2026 - 18:55
Lesezeit: ca. 6 Minuten


PANORAMA Das Berghotel Mummelsee liegt direkt am Ufer des Mummelsees – aufgenommen von der benachbarten Hornisgrinde Foto: Jean Secré

An manchen Orten reicht ein Blick, und man weiß: Hier möchte ich bleiben. Der Mummelsee ist so ein Ort. Im Sommer spiegeln sich bei Tag grüne Tannen und Tretboote im Wasser, im Winter schimmert die Eisfläche auf dem See in einem mystischen Weiß und der Wind pfeift über die benachbarten Gipfel. Dazwischen: ein Haus, das Tradition und Moderne überraschend stimmig verbindet.

Direkt am Ufer des Mummelsees, umgeben von dunklen Tannen und Hochmoor, steht auf 1.036 Metern Höhe das Berghotel Mummelsee als einzig größeres Gebäude weit und breit – ein Haus wie aus dem Schwarzwald-Bilderbuch. Wir waren im Sommer und im Winter dort, sind zur Hornisgrinde hinaufgewandert, haben im Spa entspannt und regionale Spezialitäten probiert. Zwei Jahreszeiten, zwei Stimmungen – und jede erzählt ihre eigene Schwarzwaldgeschichte.

JAHRESZEITEN Winterstille mit leuchtendem Adventskranz auf dem teils zugefrorenen Mummelsee – und Sommerleben mit Tretbooten, Terrassenblick und der Hornisgrinde im Hintergrund Fotos: Jean Secré

Ein Hotel wie aus dem Schwarzwald-Bilderbuch

Das Berghotel Mummelsee liegt an einem der bekanntesten Punkte des Nordschwarzwalds: direkt an der Schwarzwaldhochstraße, am Westweg und am Fuße der Hornisgrinde (1.164 m ü. NHN) dem höchsten Berg des Nordschwarzwaldes. Rundherum: Wald, Hochmoor, Weitblick – und mittendrin der Mummelsee, der größte der verbliebenen Karseen im Schwarzwald.

Etwa 800 Meter misst der See im Umfang, bis zu 18 Meter ist er tief. Seinen Namen verdankt er den weißen Seerosen, den sogenannten „Mummeln“. Seit Jahrhunderten ranken sich Sagen um Wassergeister, Seefräulein und den Mummelseekönig.

Egal, ob man diese Geschichten kennt oder nicht: Die Atmosphäre am See hat etwas Mystisches, besonders frühmorgens oder an grauen Wintertagen, wenn die Konturen weich werden und das Wasser fast schwarz wirkt.

SAGENHAFT Nebel über dem winterlichen Mummelsee, die goldene Mummelsee-Nixe am hinteren Ufer und der Rundweg mit Blick auf das beleuchtete Berghotel Mummelsee – Schwarzwald-Stimmung wie aus einer Sage Fotos: Jean Secré

Rund um das Hotel öffnen sich zahlreiche Möglichkeiten: ein entspannter Rundweg um den See, kleine Abstecher zu Aussichtspunkten, Wasserfällen oder Hochmooren – und natürlich die Wanderung hinauf zur Hornisgrinde mit weitem Blick über Schwarzwald und Rheinebene.

Im Sommer schillert die Sonne golden auf den sanften Wellen, auf dem See drehen Tretboote ihre Runden. Im Winter wird die Landschaft rauer, die Farben reduzierter, und die Nähe zu Skihängen macht das Hotel zum guten Ausgangspunkt für kurze Pistenabenteuer.

Schon beim Betreten des Hauses wird klar: Hier wird das klassische Schwarzwald-Berggefühl gepflegt. Die Lobby empfängt mit viel Holz, warmen Farben und einer Einrichtung, die rustikal und gleichzeitig modern wirkt. Zur Adventszeit sorgen Weihnachtsbaum und liebevoll platzierte Dekoration für eine heimelige Ruhe – ein wohliger Kontrast zu Wind und Wetter draußen.

STIMMUNG Der beleuchtete Hoteleingang empfängt mit warmem Licht, während der Mummelsee wenige Schritte entfernt mystisch und still zu Füßen des Berghotel Mummelsee liegt Fotos: Jean Secré

Zimmer mit Seegefühl und Schwarzwaldblick

Besonders hervorzuheben sind die Zimmer mit Balkon und direktem Seeblick. Wenn man morgens die Vorhänge zur Seite schiebt, die Tür zum Balkon öffnet und die frische Schwarzwaldluft atmet, und auf den Mummelsee blickt, hat das etwas, das sich kaum in Worte fassen lässt.

Die Zimmer zur Seite der Schwarzwaldhochstraße sind ebenso stilvoll und hochwertig. Hier bekommt man tagsüber eher mit, dass draußen einiges los ist – gerade in der Hochsaison im Sommer oder an sonnigen Wochenenden. Abends kehrt jedoch meist Ruhe ein, und drinnen dominiert ohnehin das Gefühl von Geborgenheit.

WOHLFÜHLORTE Gemütliche Sitzecken am Kamin und liebevoll gestaltete Gaststuben mit Kuckucksuhren prägen die warme, einladende Atmosphäre im Berghotel Mummelsee Fotos: Jean Secré

Insgesamt wirken die Zimmer durchdacht, ruhig und sehr sauber. Nichts ist überladen, nichts schreit nach Aufmerksamkeit. Stattdessen: klare Linien, natürliche Materialien, viel Holz. Es geht hier ganz offensichtlich nicht um spektakuläres Design, sondern um Komfort, Ruhe und Funktionalität auf hohem Niveau.

Praktisch für alle, die mit dem Auto anreisen: Das Hotel verfügt über ausreichend eigene Parkplätze, die mit einer Kette von den öffentlichen Parkflächen an der Straße getrennt sind. Gerade an stark frequentierten Tagen ist das Gold wert – man kommt an, stellt das Auto ab und ist mit wenigen Schritten im Zimmer oder direkt am Seeufer.

Wellness & Kulinarik: Auftanken nach der Tour

Nach einer Wanderung zur Hornisgrinde oder einer längeren Westweg-Etappe gibt es kaum etwas Wohltuenderes, als in den Wellnessbereich zu wechseln. Im Berghotel Mummelsee ist der Spa-Bereich überschaubar, aber sehr stimmig – eher ein Ort zum wirklichen Runterkommen als eine große Wellnesslandschaft mit Eventcharakter.

Zur Ausstattung gehören eine finnische 90-Grad-Sauna im Berghütten-Stil, ein Dampfbad, eine Infrarotkabine und ein Ruheraum. Wasser, verschiedene Teesorten und frisches Obst stehen bereit. Alles ist gepflegt, angenehm ruhig und wirkt wie eine kleine Erholungsoase.

KLASSIKER Die original Schwarzwälder Kirschtorte gehört zu den kulinarischen Spezialitäten im Berghotel Mummelsee Foto: Jean Secré

Kulinarisch setzt das Haus auf eine Mischung aus Schwarzwaldtradition und moderner Küche. Das Restaurant ist warm und einladend, das Personal aufmerksam und freundlich, ohne steif zu wirken. Besonders positiv: Auf Nachfrage wird sehr transparent über Inhaltsstoffe informiert. Laut Auskunft wird weitgehend auf geschmacksverstärkende Zusatzstoffe wie Glutamat verzichtet – ein Punkt, der längst nicht überall Standard ist.

Beim Frühstücksbuffet bleiben kaum Wünsche offen: frische Brötchen, Holzofenbrot, Croissants, Obst, Joghurt, Müsli, Trockenfrüchte, Nüsse sowie eine großzügige Getränkeauswahl. Nach einem Wandervormittag schmeckt die original Schwarzwälder Kirschtorte auf der Terrasse direkt am See – mit Blick hinauf zur Hornisgrinde und den dunklen Wäldern daneben.

Wer ein Stück Schwarzwald mit nach Hause nehmen möchte, freut sich über das Holzofenbrot vom Mummelsee. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts erhielt jeder Gast bei der Abreise einen Gutschein für einen Leib frisches Holzofenbrot.

SCHWARZWALDTRADITION Kuckucksuhren im Speisesaal und das rustikale Backhäusle fürs Holzofenbrot – im Berghotel Mummelsee lebt der Schwarzwald bis ins Detail Fotos: Jean Secré

Draußen unterwegs: Hornisgrinde, Westweg & mehr

Das Berghotel Mummelsee ist ein idealer Stopp für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad im Schwarzwald unterwegs sind. Der traditionsreiche Westweg führt direkt am Hotel vorbei. Seit 1900 verbindet dieser Fernwanderweg Pforzheim mit Basel, verläuft über etwa 288 Kilometer und gehört zu den „Top Trails of Germany“. Die meisten Wandernden sind 11 bis 13 Tage auf dem Weg. Gerade im Abschnitt durch den Nordschwarzwald, wo das Klima rauer und die Wege anspruchsvoller werden, ist ein bequemes Bett mit Seeblick ein echtes Geschenk.

AUF DEM WEG Der traditionsreiche Westweg von Pforzheim nach Basel führt direkt am Berghotel Mummelsee vorbei – unweit davon markiert das Mummelseetor Seebach einen markanten Punkt auf der Route Foto: Jean Secre

Auch Radfahrende kommen auf ihre Kosten: Der Schwarzwald-Radweg bietet eine rund 375 Kilometer lange Strecke, die sich mit Trekkingrad, Mountainbike oder E-Bike bewältigen lässt. Die Lage an der Schwarzwaldhochstraße macht das Berghotel auch für ambitionierte Rennradtouren und E-Bike-Runden attraktiv.

Direkt vor der Tür liegen kürzere Spazierwege, längere Rundtouren und der Aufstieg zur Hornisgrinde. Ob entspannter Abendspaziergang um den See, Familienrunde mit Tretbootfahrt oder fordernde Tagestour mit Höhenmetern – die Bandbreite ist groß. Im Winter sind Skihänge in der Nähe, je nach Schneelage gibt es kleine Lifte und Möglichkeiten für kurze Pistentage oder Schneewanderungen.

RAUE HÖHE Frost und Eis prägen den Winter auf der Hornisgrinde – vereiste Bäume, Wegweiser und die rote Westwegraute markieren die alpine Seite des Nordschwarzwalds Fotos: Jean Secré

Tipp der Redaktion: Westweg und Schwarzwälder Höhenradwege werden im Laufe des Jahres 2026 mehrfach Thema im hochblau Magazin sein – mit Tourenideen, Erfahrungsberichten und Inspiration rund um den Schwarzwald.

ABENDSTILLE Über den sanften Hügeln des Schwarzwalds legt sich das orangerote Band der untergehenden Sonne – ein stiller Moment am Berghotel Mummelsee Foto: Jean Secré

Zahlen, Daten, Fakten

ANSCHRIFT
BERGHOTEL MUMMELSEE
Schwarzwaldhochstraße 11
D-77889 Seebach / Mummelsee
Deutschland

Website Berghotel Mummelsee:
www.mummelsee.de

LAGE, CHARAKTER, ANREISE & PARKEN

  • Berghotel Mummelsee im Nordschwarzwald, direkt am Ufer des Mummelsees
  • Höhe: ca. 1.036 m, an der Schwarzwaldhochstraße zwischen Baden-Baden und Freudenstadt
  • Umgeben von Tannenwald, Hochmoorlandschaft und dem bekannten Aussichtsberg Hornisgrinde
  • Anfahrt mit dem Auto über die Schwarzwaldhochstraße (B 500)
  • Eigene Hotelparkplätze, von den öffentlichen Plätzen abgetrennt
  • Busverbindungen je nach Saison, ideal als Stützpunkt auf Wander- und Radtouren

HINWEIS DER REDAKTION
Unsere HOTEL-TIPP-Texte sind keine PR-Beiträge, sondern unabhängige redaktionelle Berichterstattung. Die Bewertung erfolgt ohne Einfluss der jeweiligen Hotels. PR-Texte und Werbung sind stets deutlich mit den Begriffen „ANZEIGE“ oder „ADVERTORIAL“ gekennzeichnet.

Auch wenn Hotels sich für eine redaktionelle Vorstellung bewerben, entscheidet die Redaktion des hochblau Magazins eigenständig über eine Veröffentlichung in den Rubriken „Unterkünfte“ und „Wellness“, sowie über den Inhalt des Beitrags.

ABBILDUNGEN
Beitragsbild © Jean Secré, restliche Abbildungen siehe Bildunterzeilen

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