Neue Vier-Länder-Alpenüberquerung: Tom Fleckenstein berichtet für hochblau
Neue Vier-Länder-Alpenüberquerung
Tom Fleckenstein berichtet für hochblau
Sechs Etappen, vier Länder und eine neu entwickelte Route abseits der bekannten Transalp-Klassiker: Ende September ist der langjährige BR-Journalist und Bergautor Tom Fleckenstein gemeinsam mit Weitwanderexperte Georg Pawlata vom Kleinwalsertal bis ins Münstertal unterwegs.
Von hochblau Redaktion
30.07.2026
Lesezeit: ca. 3 Minuten
Einmal zu Fuß die Alpen überqueren: Für viele Bergbegeisterte gehört dieses Erlebnis zu den großen persönlichen Zielen. Mehrere Tage unterwegs sein, Landschaften und Kulturräume durchwandern und sich Schritt für Schritt nach Süden bewegen. Doch bekannte Routen wie der Fernwanderweg E5 sind während der Saison häufig stark frequentiert.
Eine neu entwickelte Alpenüberquerung soll nun eine Alternative eröffnen. Sie führt in sechs Etappen durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien – auf gut begehbaren Bergwegen, durch unterschiedliche Kulturlandschaften und weitgehend abseits der stark besuchten Transalp-Klassiker.
Ende September wird der Journalist und Bergautor Tom Fleckenstein die neue Route gemeinsam mit ihrem Entwickler, dem Innsbrucker Geografen und Bergwanderführer Georg Pawlata, erkunden. Für hochblau berichtet Fleckenstein anschließend aus erster Hand über die Tour, ihre Landschaften und Begegnungen – und darüber, für wen diese neue Alpenüberquerung geeignet ist.
Eine Strecke, die schönste Kulturlandschaften der Alpen auf begehbaren Bergwegen erschließt. –Georg Pawlata–
Sechs Tage durch vier Länder
Die Vier-Länder-Alpenüberquerung beginnt im Raum Oberstdorf und Kleinwalsertal. Von dort führt sie über Vorarlberg und Graubünden bis nach Taufers im Münstertal am Übergang zum Vinschgau.
Georg Pawlata hat die Route während einer rund zweijährigen Recherche entwickelt. Sein Ziel war es, attraktive Kulturlandschaften mit gut begehbaren Bergwegen zu verbinden. „Eine Strecke, die schönste Kulturlandschaften der Alpen auf begehbaren Bergwegen erschließt“, beschreibt Pawlata die neue Route.
Die Tour richtet sich nicht ausschließlich an besonders leistungsorientierte Bergsportler. Auch Wanderinnen und Wanderer mit durchschnittlicher Kondition sollen sich auf ihr den Traum von einer Alpenüberquerung erfüllen können. Neben den landschaftlichen Veränderungen prägen auch die unterschiedlichen Kulturen und regionalen Spezialitäten die Tour – von Allgäuer Kässpatzen bis zu Südtiroler Spinatknödeln.
Die Etappen der Vier-Länder-Alpenüberquerung
- Etappe 1: Kleinwalsertal – Gemsteltal – südlichster Punkt Deutschlands am Grenzstein 147 – Lech am Arlberg
- Etappe 2: Lech – Zugertal – Stierlochjoch – Ravensburger Hütte – Spullersee – Klostertal
- Etappe 3: Klostertal – Muttjöchle – Innerkristberg – Montafon
- Etappe 4: Montafon – Schlappiner Joch – Klosters
- Etappe 5: Klosters – Scuol
- Etappe 6: Scuol – Cruschetta – Ortlerblicke – Taufers im Münstertal
Ein erfahrener Bergjournalist auf neuen Wegen
Tom Fleckenstein war mehr als 30 Jahre als Reporter, Autor, Moderator und Filmemacher für den Bayerischen Rundfunk tätig. Zu seinen Arbeitsfeldern gehörten unter anderem das Format „Freizeit“ und die Bergsteigerredaktion. Heute arbeitet er weiterhin als Autor, vor allem für Printmedien.
Alpenüberquerungen sind für Fleckenstein kein völlig neues Terrain. Vor mehr als 20 Jahren überquerte er die Alpen bereits mit dem Mountainbike von Garmisch bis nach Riva am Gardasee. Vor rund zehn Jahren war er dann gemeinsam mit Georg Pawlata zu Fuß vom Tegernsee über den Achensee bis nach Sterzing unterwegs.
„Schon nach dem ersten Tag in der Bergwelt konnte ich absolut abschalten“, erinnert sich Fleckenstein an seine frühere Transalp mit dem Mountainbike. Die Konzentration auf die körperliche Anstrengung, die Natur und die weiten Ausblicke hätten einen besonderen Flow erzeugt.
Nun folgt die nächste Herausforderung. Am 27. September startet Tom Fleckenstein im Raum Oberstdorf und Kleinwalsertal auf die neue Vier-Länder-Alpenüberquerung.
Schon nach dem ersten Tag in der Bergwelt konnte ich absolut abschalten. –Tom Fleckenstein–
Wie gut funktioniert die neue Route in der Praxis?
Die gemeinsame Tour mit Georg Pawlata bietet die Gelegenheit, die Strecke nicht nur landschaftlich, sondern auch praktisch zu betrachten.
Wie anspruchsvoll sind die sechs Etappen tatsächlich? Wie abwechslungsreich ist die Route? Lassen sich die Übergänge auch mit durchschnittlicher Kondition gut bewältigen? Und gelingt es, ein intensives Alpenerlebnis abseits der bekannten Fernwanderwege zu schaffen?
Tom Fleckenstein wird die Route testen und seine persönlichen Erfahrungen, Bilder und Beobachtungen mitbringen. Ergänzend sind Gespräche mit Fleckenstein und Pawlata über die Entstehung der Route, die Anforderungen einer Alpenüberquerung und die Faszination des mehrtägigen Unterwegsseins geplant.
Der Beitrag von Tom Fleckenstein über die Vier-Länder-Alpenüberquerung erscheint nach der Tour auf hochblau.com und im hochblau Magazin.
Zahlen, Daten, Fakten
ÜBER GEORG PAWLATA
Der Entwickler der Vier-Länder-Alpenüberquerung
Georg Pawlata aus Innsbruck ist Diplomgeograf, Bergwanderführer und ausgewiesener Weitwanderexperte. Schon als Kind war er auf Skitouren und Weitwanderwegen unterwegs. Später arbeitete er unter anderem als Projektmanager für den Tiroler Adlerweg und den KAT Walk in den Kitzbüheler Alpen.
Auch die Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Sterzing wurde von Pawlata entwickelt. Seine neue Route führt nun vom Allgäu über Vorarlberg und Graubünden bis nach Italien.
ALPENÜBERQUERUNGEN
Auftakt zum hochblau-Schwerpunkt Alpenüberquerungen
Die neue Vier-Länder-Route und Tom Fleckensteins Reportage bilden den Startpunkt für einen langfristigen hochblau-Schwerpunkt. In den kommenden Monaten wird sich hochblau intensiv mit unterschiedlichen Formen der Alpenüberquerung beschäftigen.
Das Spektrum reicht von kürzeren Wanderungen über mehrere Tage bis zu langen alpinen Fernwegen wie dem bereits in den 1970er-Jahren von Ludwig Graßler entwickelten Traumpfad München–Venedig. Dabei geht es nicht nur um Routen und Etappen, sondern auch um Vorbereitung, Kondition, Ausrüstung, Übernachtungen, Sicherheit und die Frage, welche Alpenüberquerung zu wem passt. Aber genauso auch um Geschichten und Menschen entlang der Wege.
Auch Alpenüberquerungen mit dem Fahrrad werden Teil des Schwerpunkts sein. Noch in diesem Jahr berichtet hochblau unter anderem über eine sportliche Fahrt auf der Via Claudia Augusta mit dem Rennrad von Garmisch nach Riva – in drei Tagen über die Alpen.
ABBILDUNGEN
Beitragsbild © Klaus Kranebitter / klauskranebitter.com, restliche Abbildungen siehe Bildunterzeilen
Lust auf mehr vom hochblau Verlag...
hochblau PLUS-Artikel. Mehr zu "hochblau PLUS".
Weiterleitung zu einer externen Website eines fremden Anbieters. Lies bitte hierzu unsere "Rechtlichen Hinweise".
